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Polizeieinsatz vor dem Steinbach-Spiel

Aus der Fanszene
28.10.2006 um 11:43
News >> Aus der Fanszene

Nach den Vorkommnissen in Vellmar kam es beim Spiel der Eintracht U23 in Steinbach abermals zu einem unerklärlichen Polizeieinsatz.


16 Personen, teilweise mit, teilweise ohne Stadionverbot, traten am 21.10. die Reise nach Steinbach per Zug an, um dort, trotz des zeitgleichen Heimspiels der Profis, die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt zu unterstützen. Sie wurden zum Teil bereits am Frankfurter Hauptbahnhof von Zivilpolizisten kontrolliert.

Bei der Ankunft in Gießen, wo man in den Bus zum Sportplatz umsteigen wollte, warteten bereits abgezählte 30 Polizeibeamte, teils mit Hunden, auf dem Gleis, und hinderten die Zugfahrer am Verlassen des Bahnhofs. Auf mehrmaliges Nachfragen wurde als Grund „Präventivmaßnahme“ und „Gefahrenabwehr“ genannt.

Eine Personenkontrolle, natürlich inklusive Fotos, welche sich über knapp 45 Minuten hinzog, wurde veranlasst.
Während jener Zeit wurde im Gespräch mit den Beamten deutlich, dass jene scheinbar selbst nicht wussten, weshalb sie nun dort waren. So wurde u.a. berichtet, der „Sicherheitsbeauftragte aus Frankfurt“ habe veranlasst, dass Personen mit Stadionverbot in Steinbach keinen Zutritt hätten. Diese Aussage entsprach offenkundig nicht der Wahrheit, denn nachdem der Beamte aufgeklärt wurde, dass jener in Steinbach in keinster Weise das Hausrecht habe, erklärte ein anderer Beamter uns, dass es doch logisch sei, dass Personen mit Stadionverbot in Steinbach nicht ins Stadion dürften. Diesem wurde dann erklärt, dass dies in der Oberliga keinesfalls so deutlich geklärt sei, worauf jener mit einem: „Ach, das ist Oberliga“? reagierte.
Zu guter Letzt kam es dann, wie schon beim Spiel in Vellmar, zu einer Lüge seitens der Beamten, als jene verkündeten, der 1. Vorsitzende vom FSV Steinbach habe soeben erklärt, er werde keine Personen mit Stadionverbot im Stadion dulden.

Jene Beamten erklärten dann schließlich, dass man sich nun wieder „frei bewegen“ dürfe, da ja keine gültigen Haftbefehle vorlägen, und boten den nächsten Zug nach Frankfurt als Option an, da der Bus nach Steinbach ja nun leider schon abgefahren sei.

Dies wurde ausgeschlagen und man kontaktierte Personen vor Ort, welche das Gespräch mit dem Vorstand vom FSV Steinbach suchten. Wie bereits der Zuständige in Vellmar, erklärte der dortige Vorstand, er habe die Aussagen, welche die Polizei verbreitete, nie getätigt, und man sei willkommen, solange alles friedlich bliebe.

Als ca. in der 35. Minute der Sportplatz erreicht wurde, kam es auch zu keinerlei Problemen und die Mannschaft wurde in der 2. Halbzeit ohne jegliche negative Vorkommnisse von ca. 40-50 Anhängern unterstützt. Die Polizei sah sich aber dennoch bemüßigt, über fast die gesamte Zeit hinweg Fotos zu schießen.


Auch wenn es, im Gegensatz zu Vellmar, zu keinerlei Festnahmen oder Platzverboten kam, ist diese Aktion absolut unnötig und ein Unding, wenn man in Betracht zieht, dass es während der vergangenen elf Spiele, in denen die zweite Mannschaft von Ultras Frankfurt kontinuierlich unterstütz wurde, zu keinerlei Vorfällen kam, welche Schiedsrichter, Polizei oder der gastgebende Verein beanstandeten.

Auch auf der Zugfahrt nach Steinbach gab es natürlich keine Vorkommnisse, die Anlass zu einem solchen Einsatz gegeben hätten, nicht einmal Lappalien wie „Schwarzfahren“ könnten den Betroffenen zur Last gelegt werden.

Es ist also evident, dass jene Aktionen der Polizei, außer der Schikanierung von Fans, keinerlei Nutzen haben und für den Staat überdies auch nicht eben günstig sein dürften.


Schluss mit der Schikane!

Ultras Frankfurt 1997

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