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Peter Fischer: Perspektive Steuerzahler

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Perspektive Steuerzahler

Von hoher Stadionmiete und dem Aussperren von Fans

Interview mit Peter Fischer

(dc/ak) Zu Beginn des Interviews - quasi in der Warmsprechphase und wenige Stunden vor dem EM-Halbfinale zwischen Spanien und Portugal - haben wir (Dirk, Andy und Uli) von Peter Fischer erfahren, dass sein Traumfinale bei der Europameisterschaft Portugal gegen Italien wäre, und was er von belanglosen Fragen bei Interviews hält. Damit waren dann schon die wichtigsten Punkte geklärt, und es begann der angenehme Teil des Interviews, nachdem alle mit Getränken und anderen Genussmitteln und den zugehörigen Utensilien (wir reden hier von Zigaretten und Aschenbecher) versorgt waren.


Sehr schnell war die finanzielle Situation ein Thema:

Peter Fischer: "Wir sind nicht pleite, aber wir sind auch nicht die, die 30 Millionen aufgenommen haben, wie Hertha BSC in der 2. Liga, oder Anleihen um Podolskis zu verpflichten, oder ihre Finanzen hinter 30 GmbHs verstecken und nicht zuletzt mit Landesbürgschaften teure Kader stützen."

Das ist ja schon Wettbewerbsverzerrung…?

Vollkommen! Das ist zwar rechtlich alles korrekt, aber in meinen Augen auch Wettbewerbsverzerrung. In andern Bundesländern helfen auch mal Politiker den Clubs auf Kosten der Steuerzahler. Da sind wir im Nachteil.

Das Problem ist doch: Eintracht Frankfurt ist eine regionale Größe, Schalke und Dortmund sind aber internationale Größen. Aber: als unsere Fan-Karriere begann, sind die hierher gekommen, und haben den Arsch voll bekommen!

Nun, zu Dortmund hatte ich immer eine andere Beziehung, als zu Schalke. Die waren präsenter. Trotzdem hat Dortmund damals eine Lizenz bekommen, die man nie hätte erteilen dürfen!

Du hast mal in der FR ein Interview wegen des Stadions gegeben. Gab es da mit dem neuen OB schon Kontakte bezüglich einer Mietminderung? Das Thema hat sich ja auch Axel Hellmann in seiner neuen Funktion im AG-Vorstand auf die Fahne geschrieben.

Also, konkrete politische Tendenzen, uns wirtschaftlich entgegen zu kommen, verspüre ich eindeutig nicht! Es gibt zwar immer wieder aus unterschiedlichen politischen Kreisen, auch von der Stadt und dem Land, und auch von unterschiedlichen politischen Fraktionen Bekundungen, dass man uns versteht.

Man sieht auch ein, dass wir bisher sehr gut gezahlt haben. Das liegt zum Teil an der Planung der Stadt, aber eben auch an unserem Erfolg: Erstligazugehörigkeit - bis auf den Ausrutscher letztes Jahr, hohe Zuschauerzahlen, guter Logenverkauf. Alles auf einem sehr hohen Level! Davon hat die Stadt profitiert.

Dagegen haben wir auch gar nichts, aber wir möchten nicht, dass das Stadion ein Profitmodell für die Stadt oder die Kommune wird, sondern wir - Verein und AG - als sehr großer Steuerzahler wollen daraus ein Modell machen, ein für den Steuerzahler kostenneutrales Modell machen. Als Steuerzahler Peter Fischer würde ich mich aufregen, wenn man ein Stadion für Profifußball - und übrigens auch viele andere Veranstaltungen - subventionieren würde, und deswegen keine Kindergärten und keine Straßen mehr bauen könnte, oder bei sozialen Einrichtungen Problem bekäme.

Als Fußball-Funktionär würde ich gerne eine Regelung für die Aufteilung der Werte finden, die durch die Eintracht, ihre Fans, ihre Erfolge, Sympathie und Sponsoren geschaffen werden, denn wir haben deutlich über Plan bezahlt, und wir erleiden in diesem Wettbewerb einen unendlich hohen Nachteil, der durch nichts auszugleichen ist.

Das heißt die Eintracht ist in der Bundesliga der Verein, der die höchste Stadionmiete zahlt?

Eindeutig und zweifelsohne! Es sind doch drei Faktoren, die man mal berücksichtigen muss: Es ist doch vollkommen untypisch, dass der Erlös des Verkaufs der Namensrechte am Stadion der Eintracht nicht zufließt, sondern in die Rückzahlung der Kredite der Stadt geht. Es ist eine exorbitant hohe Stadionmiete. Hinzu kommt, dass aus dem Vertragsverhältnis, das damals geschlossen werden MUSSTE, ein Vermarkter einzusetzen und zu bezahlen war. Wenn man diese Gelder zusammen nimmt, reden wir hier nicht über 1, 2, 3 oder 4 Millionen.

Mal provokant gefragt: Wäre die Commerzbank Namensgeber, wenn das Stadion nur an Madonna oder die Zeugen Jehovas vermietet werden würden? Das Stadion wäre doch sowieso gebaut worden, schließlich wollte man ja WM-Spielort sein, und wer wäre sonst als Mieter in Frage gekommen?

Wir sind unendlich froh, dass es dieses Stadion gibt! Wenn man den Traditionalismus mal weg lässt - den ich eigentlich sehr schön finde, und sich der Bundesliga so stellt, wie sie sich darstellt, kann man wohl sagen: Wir haben hier wohl das schönste und funktionsfähigste Stadion in der Größenordnung 50.000 Zuschauer.

Die Stadt hat sich bei der WM positioniert als Tor zur Welt. Das ist ja auch okay, und ich bin der Stadt auch unendlich dankbar für die Entscheidung, das Stadion zu bauen, aber die Rahmenbedingungen drücken uns die Luft ab. Und wenn wir uns immer wieder mit anderen Städten messen müssen, haben wir ein so großes Handicap, das wir nie überwinden können.

Das muss man auch einmal wahrnehmen. Die Eintracht ist ein großer Teil des Stadtmarketing.

Ich bin viel gereist und habe immer wieder festgestellt, es gibt weltweit drei Dinge, die man mit Frankfurt in Verbindung bringt: den Flughafen, die Börse und die Skyline und das 3. ist Fußball und Eintracht Frankfurt. Je weiter man weg ist, umso größer ist die Eintracht. Da ist man plötzlich auf Augenhöhe mit Mannschaften, die uns sportlich seit 25 Jahren überlegen sind. Das ist das, wie man Frankfurt wahrnimmt! Da sind wir ein Impuls! Und da fehlt mir halt ein bisschen der Wille der Stadt, uns dementsprechend zu unterstützen.

Was wäre denn die Alternative, wenn die Stadt der Eintracht nicht entgegen kommt? Wäre ein von Investoren finanzierter Stadionbau eine Möglichkeit?

Man hat uns von der einen oder anderen Stelle mal darauf hin angesprochen. Natürlich ist heute ein Prozess wie ein Stadionbau, ein Prozess, der Zeit braucht. Das weiß ich.

Trotzdem wäre ich heute bereit, auch in diese Richtung zu denken. Auch als Kaufmann. Ich halte an dem Denkmodell fest, hoffe aber, mit allen, die in der Verantwortung sind, hoffentlich bald zu einer Lösung zu kommen, die für beide Seiten tragbar ist.

Das könnte auch Eschborn sein. Eschborn steht dabei als Synonym für das Umland.

Auf dem klassischen Frankfurter Stadtgebiet wäre es sicher schwierig. Es gibt natürlich auch zwei oder drei Anfragen oder Angebote auf einem nicht-öffentlichen Weg, wo sich politische Verantwortliche von außerhalb an uns gewandt haben. Und es gibt auch zwei oder drei sehr seriöse Modelle von wie auch immer gearteten Gruppen, mit dem Ergebnis, dass Eintracht Frankfurt eine exorbitante Entlastung für die Aufwendungen im Stadion hätte. Nicht ein oder zwei Millionen. Da würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen.

Aber die Stadt Frankfurt muss doch auch sehen, dass hier in den letzten Jahren seriös gearbeitet wurde, und dass die Zeiten der Sonnenkönige in Frankfurt vorbei sind. Es ist ja auch nicht mehr nur ein Verein, der seine Präsidenten per Boxkampf im Palmengarten wählt, sondern wir haben es hier inzwischen mit AG-Vorständen zu tun.

Wir sind auch seriös! Ich sage das nicht nur, weil ich 70% der Anteile vertrete. Ich mache diesen Job auch nur im Ehrenamt. Damit bleibe ich völlig unangreifbar. Ich bekomme nichts! Kein Auto, keine Kreditkarte. Nur zwei Ehrenkarten, die mir laut DFL-Ehrenordnung zustehen, und auch die bräuchte ich nicht. Ich habe zwölf privat bezahlte Dauerkarten, die ich in meinem Bekanntenkreis verteile. Nicht an Banker, sondern an Familien verteile, die es schwer haben, mal mit ihrem Kind ins Stadion zu gehen. Das heißt ja nicht, dass ich keine Fehler mache, oder nicht hier und da mal Porzellan zerschlage. Aber den Anspruch habe ich auch nie gehabt. Aber ich habe den Anspruch an mich, dass ich mir den Mund nicht verbieten lasse.


Dass ich nach zwölf Jahren diplomatischer geworden bin, liegt einfach daran, dass ich inzwischen weiß, dass dieses Schachspiel dreidimensional gespielt wird. Da hört man von vorne 'Super!', 'Das ist gut!'. Aber im 2. und im 3. Stock fallen die Damen und die Bauern auf die andere Seite. Das sind Dinge, die ich auch erst mal lernen musste. Von daher bin ich heute in manchen Dingen überlegter. Aber ich verliere das Ziel nicht. Beim Weg musst Du ab und zu mal aufpassen. Da ist der ruhige und manchmal etwas länger dauernde manchmal etwas besser, als immer vorne zu stehen und die Attacke zu reiten.

Aber diesen Ruf hattest Du früher.

Ja! Übrigens, ich schäme mich nicht für diesen Ruf! Eine Kollegin hat mir einen Artikel von meiner ersten Pressekonferenz vorgelegt. Das war der August 2000. Felix Magath war Trainer. Da habe ich gesagt, die Eintracht soll mal 10.000 Mitglieder haben, wir brauchen ein neues Stadion und einen neuen Riederwald mit Sportleistungszentrum.

Da lese ich heute natürlich mit Entzücken vom naiven, ahnungslosen Surfer aus Hawaii. Da wurde geschrieben 'Um Gottes Willen. In was für einer Welt lebt der denn?' Und heute schaue ich: Stadion, Riederwald, 17.000 Mitglieder! Ich weiß noch, wie ich auf dem Weg dahin fürchterlich angeschossen wurde! Man hat ja versucht, mich platt zu machen - mit Intrigen und Böswilligkeiten. Das interessiert mich heute nicht mehr.

Ich ändere mich! Nicht andere ändern mich! Mein eigenes Selbstverständnis ändert mich, um Dinge zu erreichen. Und wenn ich jetzt zurück schaue - auch mit einem schrillen Image kann ich leben. Selbst wenn ich in zehn Jahren als Buddhist 23 Stunden am Tag meditiere, wird das bleiben. Von daher sage ich: Ich kämpfe nicht gegen die Klischees, in die man mich steckt. Ich kann damit leben.

Jetzt kommt ein sehr heikles Thema, das wir aber ansprechen müssen, weil wir ein Fanzine sind: Es ist noch ein schwebendes Verfahren. Der DFB hat heute die Strafen (Nur 20.000 Zuschauer beim 1. Heimspiel und 50.000 € Geldstrafe) für die Eintracht und andere Vereine bestätigt. Bruchhagen wird Einspruch einlegen und will notfalls durch "alle Instanzen" gehen.

Aus Fansicht ist aber interessant: Es werden 30.000 Leute bestraft, von denen keine 20 irgendwas gemacht haben. Wo ist das die erzieherische Maßnahme? Erwarten die, dass wir als Zuschauer jetzt die Leute vom Zaun ziehen? Es wird ja immer von der Selbstreinigung gesprochen. Was kann ich mir unter Selbstreinigung vorstellen?

Wenn der DFB bei der Euro wegen Fanverhalten eine Geldstrafe bekommt, sagt Niersbach 'Das ist nur eine Minderheit unter den Fans', bei uns wird aber die Mehrheit aus dem Stadion ausgesperrt!

Eure Frage heißt doch 'Wo liegt die Lösung?' Wir sind auf dem Weg, den Fußball auf diese Weise kaputt zu machen. Und zwar von beiden Seiten. Die Fragen, was der DFB oder DFL wollen, kann ich natürlich nicht beantworten. Ich habe auch noch nie gehört, dass irgendjemand gesagt hat 'Ich habe die Lösung, die funktioniert.'

Ich weiß aber, wo das hinführt, wenn alle zusammen diskutieren. 1., 2., 3. und 4. Liga, Innenminister und Polizei. Es wird dahin führen, dass es keine Kurven und keine Stehplätze mehr gibt."

Ist es nicht so, dass man sich an bestimmte Vereine nicht dran wagen wird? Zum Beispiel an die 'gelbe Wand' von Dortmund.

Doch! Denn die DFL hat ein großes Problem mit den Fußballvermarktern. Man kann die Überreichung der Meisterschale nicht fernsehgerecht in 200 Länder übertragen - wegen der Fans! Und wenn es in einigen Stadien keine Stehplätze mehr gibt, dann wird es in allen Stadien nur noch Sitzplätze geben.

Ich bin ja kein Techniker und "schwätze" jetzt nur nach, was man so hört, aber wenn man sich nur mal überlegt, was Innenminister und Datenschützer so von Gesichtserkennung und Kameratechnik im Stadion erzählen.

Am liebsten wäre mir auch, wenn es einen Selbstreinigungsprozess gäbe. Als ich in den 70ern in der Kurve angefangen habe, sind da auch einige Jungs mit SS-Symbolen und so `nem Scheiß rum gelaufen. Die haben dann zwischen Hauptbahnhof und Stadion was auf die Fresse bekommen. Da sagen viele 'Das müsste doch heute auch gehen', aber natürlich geht's so auch nicht."

Aber es sind doch alle ratlos. Wir wissen aber auch, dass seit 2005 die Technik im Stadion vorhanden ist. Die könnten sehr wohl die Leute rausziehen. Es geht ja nicht darum, zur Denunzierung aufzurufen. Fakt ist aber, das 30.000 Leute nicht zum Spiel gegen Leverkusen dürfen.

Wir haben es hier ja mit mehreren Katastrophen gleichzeitig zu tun. Wie sehen das die Sponsoren und Geldgeber? Wer will sich damit noch identifizieren? Wir haben ganz eindeutige und konkrete Absagen. Vom Business Seat, über den Logenbesitzer bis hin zu großen Sponsoren. Dann wird die Bundesliga als Produkt in der Gesamtheit beschädigt! Hinzu kommt: wie sieht das aus, wenn Spiele weltweit übertragen werden, und die Kommentatoren sagen, dass die Stadien halbleer sind, weil viele nicht rein dürfen, weil, da böse Leute Krieg führen?

Wie kann der DFB beim Prozess um das Relegationsspiel zwischen "positivem" und "negativem" Platzsturm unterscheiden? Wenn ein Zuschauer nichts auf dem Platz zu suchen hat, dann doch auch nicht aus positiven Beweggründen? Und dann werden Elfmeterpunkte und Eckfahnen mitgenommen, und der DFB spricht von einem ordnungsgemäßen Spiel?

Wir können uns da trefflich drüber streiten. Und ich versuche auch immer, das von Frankfurt zu trennen. Ich habe ja auch in mir noch immer eine klare Fanseele. Auch wenn mir viele das nicht abnehmen. Ich bin auch immer noch gerne im Block. Ich brauche das auch immer mal wieder. Ich brauch' das dumme Geschwätz. Die Tränen. Die Euphorie! Da lade ich mich emotional wieder auf. Mein Sohn ist Ultra mit 14. Ich kann das alles super nachvollziehen. Fußball wird sich deutlich verändern. Die Bestrafung des Fußballs betrifft alle. Das fängt an beim Fußballspieler an, in einem viel ruhigeren Stadion.
Wenn eine 78-Jährige zum ersten Mal im Stadion auf der VIP-Tribüne ist, sagt sie: 'Ich war noch nie im Stadion. Ich bin so begeistert. Ich hab' so was noch nie erlebt. Was die jungen Leute so machen.' Das passiert wirklich! Die sagt ja nicht 'Das war ja ein toller Pass!' oder 'Der hat den ja Vollspann getroffen!' Die kommen und sagen: 'Ich kenn' das nur aus dem Fernsehen. Mein Herz klopf ja jetzt noch!' Die verändern sich nicht durch das 0:0. Die verändern sich durch die Stimmung in den Kurven.

< Auftritt Sekretärin:

Peter Fischer hat einen weiteren Termin. Wir haben noch sechs Minuten Zeit

Sekretärin ab>

Fußball vor ruhigen Rängen verliert doch seine Attraktivität. Die englischen Fans empfinden ihre eigene Premier League als langweilig.

Ja natürlich. In Italien geht auch keiner mehr ins Stadion. Außer den Top 3 haben die doch überhaupt keine Zuschauer mehr! Ein Zuschauerschnitt von 25.000! Und das bei Juve, die kein Spiel verloren haben. Die beiden Mailänder und die beiden Romas!

Und in England ist gar nichts mehr. Es kostet 3-mal soviel Geld und es ist dröge!

Und wir erleben das Bild hier in Frankfurt, so wie wir es kennen. Und das Bild wird uns genommen. Zwangsläufig wird uns das genommen!

Aber die Stimmung wird doch auch dem Pay TV fehlen?

Die Technik wird das Problem lösen. Glaub' mir das. Die zeigen eine alte Oma, junge, schöne Menschen. Leute die witzig und sexy sind. So wie aktuell bei der EM.

Ich sehe das Problem. Ich sehe es mit Schrecken und Angst. Aber ich sehe auch die Sorge der Vereine. Wir verlieren Sponsorengelder. Wir verlieren Geld durch fehlende Zuschauer. Wir zahlen Strafen obendrauf. Das Spiel gegen Leverkusen kann uns da schnell eine Million kosten - bei einem Spieleretat von 25 Millionen..."

Wir hätten ja eigentlich noch eine Frage zu Axel Hellmann, aber das können wir ja aufgrund der Zeitnot jetzt wohl vergessen?

Also, Axel Hellmann, das kann man ja recht schnell abhandeln: Ich habe früh erkannt, dass wir Mutter und Tochter, Verein und AG eher verbinden als trennen müssen. Das hat sich in den letzten Jahren immer besser entwickelt. Da steht auch Heribert Bruchhagen dafür. Das muss ich mal sagen. Trotz aller unterschiedlicher Meinungen, die wir haben. Auch wenn wir uns mal fürchterlich streiten. Aber auch Heribert Bruchhagen ist eher verbindend als teilend - mit unterschiedlichen Positionen, die wir auch haben müssen.

Ich habe oft eine ganz andere Sichtweise, auch und gerade als Präsident des Hauptaktionärs. Vollkommen normal! Und deshalb bin ich froh, Axel Hellmann ins Präsidium geholt zu haben, froh dass er Geschäftsführer wurde, und froh, dass er jetzt im Vorstand ist. Nicht nur, weil ich weiß, dass er eine Interessenbalance herstellt.

Axel Hellmann ist ein unglaublicher Profi. Ein unglaublich aktiver und unglaublich leidenschaftlicher Mensch, wenn es darum geht, sich für Ziele und Aufgaben für Eintracht Frankfurt einzusetzen. Auf seinem Weg ist er ein unglaublich harter und knochiger Typ, der nicht bei der ersten verschlossenen Tür nicht mehr klopft, der nicht beim ersten Graben sagt 'Ach Du meine Güte, wie komm' ich da rüber?', sondern einer, der auch auf die "Fresse kriegt", aber wahnsinnig beharrlich ist.

Deshalb weiß ich, dass er im Profifußball in den nächsten Jahren nicht nur Akzente setzen wird, sondern für Eintracht Frankfurt und die Entwicklung des Profifußballs die absolute Top-Besetzung ist!"

Das war ja ein Super-Schlusswort! Wunderbar! Und vielen Dank für das Gespräch

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